Bevor es um Aktien, ETF und Co. geht, lohnt sich diese Unterscheidung, sie entscheidet, ob dein Geld nach dem Ausgeben weg ist oder für dich weiterarbeitet.
Geld fliesst raus und ist weg, du bekommst dafür einen Konsum, aber keinen Vermögenswert, der später mehr wert sein könnte.
Geld wird in einen Vermögenswert umgewandelt, der langfristig Ertrag oder Wertsteigerung bringen kann, und den du bei Bedarf wieder verkaufen kannst.
Diese Unterscheidung ist keine Aufforderung, gar nichts mehr auszugeben. Essen, Wohnen, eine gute Ausbildung oder auch mal Ferien sind Ausgaben, die Lebensqualität schaffen, und genau dafür ist Geld letztlich da. Der Punkt ist nur, sich bewusst zu sein, welche Kategorie man gerade wählt, und nicht aus Gewohnheit jeden Franken auszugeben, der übrig bleibt.
Jeder Franken, der heute ausgegeben wird, kann nicht gleichzeitig investiert werden. Das nennt man Opportunitätskosten: Was hätte das Geld stattdessen bewirken können? CHF 50 pro Monat, die statt in ein zusätzliches Abo in einen ETF fliessen, ergeben über 30 Jahre bei einer historischen Durchschnittsrendite von 7 % Prozent pro Jahr einen Betrag im hohen fünfstelligen Bereich, nur durch Zinseszins. Das heisst nicht, dass Abos verboten sind, es hilft nur, den wahren Preis einer Gewohnheit zu sehen.
Bevor eine grössere Ausgabe getätigt wird, helfen zwei Fragen: Schafft das einen bleibenden Wert oder nur einen kurzen Moment der Freude? Und würde ich diesen Betrag genauso ausgeben, wenn ich ihn zuerst hätte abheben und bar bezahlen müssen? Wer ehrlich beide Fragen beantwortet, trifft die meisten Geldentscheidungen automatisch bewusster.
Zuerst sparen und investieren, dann den Rest ausgeben, nicht umgekehrt. Wer den Sparanteil automatisch am Lohntag zur Seite legt (siehe Rechner und Budgetplaner), muss sich beim restlichen Geld keine Vorwürfe mehr machen.